Hüftchirurgie

Hüftchirurgie

Leistungsspektrum der Hüftchirurgie

Hüftarthrose

Die häufigste Erkrankung der Hüfte ist die Arthrose des Hüftgelenks, medizinisch Coxarthrose genannt. Sie zeichnet sich durch einen fortschreitenden Verschleiß des Knorpelüberzuges von Hüftkopf und Hüftpfanne und daraus resultierende Schmerzen in der Hüfte aus.

Was sind die Ursachen einer Hüftarthrose?

Neben der altersbedingten Abnutzung des Gelenkknorpels können angeborene Hüftreifungsstörungen, Hüftdysplasien und Impingement-Syndrome die Auslöser sein. Ferner können generalisierte entzündliche Gelenkserkrankungen (rheumatoide Arthritis), das Absterben des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose), posttraumatische Arthrosen sowie starkes Übergewicht zu einer Coxarthrose führen.

Stadiengerechte Therapie

Die richtige Behandlung hängt von dem Stadium der Arhtrose ab. In den frühen Phasen einer Hüftarthrose werden konservative Behandlungsmaßnahmen durchgeführt, um eine Operation zu vermeiden. Dazu zählen unter anderem Physiotherapie, physikalische Therapien und Injektionen von Cortison, Hyaluronsäure oder Platelet Rich Plasma (PRP) ins Hüftgelenk. Führen diese Maßnahmen zu keiner Besserung des Befundes und müssen regelmäßig Schmerzmedikamente eingenommen werden, sollte die Implantation einer sogenannten Hüfttotalendoprothese in Betracht gezogen werden.

Hüftprothesen-Implantation

Die Anatomie der Hüfte ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb passen wir eine Hüftprothese stets exakt an die individuellen anatomischen Gegebenheiten an. Bei der Frage für wen eine Hüftprothesen-Implantation in Frage kommt, sind die abnutzungsbedingten Veränderungen am Gelenk sowie die gesundheitliche Gesamtverfassung des Patienten, sein Alter und Aktivitätsgrad, ebenfalls zu beachten.

Wie lange hält eine Hüftprothese?

Die Implantation einer Hüftprothese ist ein sehr erfolgreicher Eingriff. So zeigen wissenschaftliche Studien, dass nach 15 Jahren circa 93 Prozent der eingebauten künstlichen Hüftgelenke noch gut funktionieren.

Wie wird eine Hüftprothese aufgebaut?

Auch wenn die Prothesen in ihren Größen variieren, bestehen sie stets aus vier Komponenten: Schaft, Gelenkpfanne, Gelenkkopf und Polyethylen. Der Schaft, der beim Einsetzen der Prothese im Oberschenkelknochen verankert wird, ist aus Titan gefertigt. Das gilt auch für die Gelenkpfanne, die wir im Beckenknochen einsetzen. Der Gelenkkopf ist aus Keramik. Der Ersatz für den Knorpel besteht aus Polyethylen (High Cross Linked), einer hoch elastischen Kunststoffverbindung.

Minimal-invasiver Zugang zum Gelenk

Dieser Zugang zum Gelenk erfolgt in minimal-invasiver Technik. Er erfordert nur einen kleinen Hautschnitt und bringt viele Vorteile mit sich. So gelingt es damit, Weichteile, Muskeln und andere gelenknahe Gewebe bestmöglich zu schonen. Zudem ist der Blutverlust während des Eingriffs geringer, sodass das Einbringen einer Drainage nicht nötig ist. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise ist zudem, dass bereits ab dem ersten postoperativen Tag eine schmerzorientierte Vollbelastung möglich ist.

Nachbehandlung

Bereits am ersten Tag nach Ihrer OP können Sie das betroffene Bein der operierten Hüfte voll belasten. Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt im Mittel vier bis sieben Tage. Wann genau Ihre Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt, hängt vom Verlauf der Wundheilung und dem Grad Ihrer selbstständigen Mobilisation ab.

Was muss man nach einer Hüftoperation beachten?

An Ihren Aufenthalt im Krankenhaus schließt sich eine stationäre oder ambulante Reha-Behandlung an. Ziel ist die möglichst schnelle Wiederaufnahme der Aktivitäten Ihres täglichen Lebens (Activities of daily living). Zudem soll damit möglichen Komplikationen vorgebeugt werden. Alternativ zur stationären oder ambulanten Reha besteht die Möglichkeit, dass Sie sich Krankengymnastik auf Rezept verordnen lassen können.